Hinter dieser ‚einfachen‘ Zusammenstellung für astrologische Laien
stehen 25 Jahre Bücher wälzen, Horoskope errechnen, interpretieren,
diskutieren und ‚sich durchfinden‘. Insofern ist dies mein geistiges
Eigentum und ich bitte darum, es Interessierten nur komplett und
unverändert weiterzugeben samt meiner Adresse für Anfragen. Danke!
Astronomisch gesehen ist die Sonne, die im Horoskop aufgezeichnet
ist, Mittelpunkt unseres Sonnensystems. Um sie kreisen die Planeten
Merkur und Venus, dann kommt unsere Erde samt unserem Mond und in
weiteren Umlaufbahnen Mars, Jupiter und Saturn. Hier endete das alte
astronomische und astrologische Weltbild. Erst 1781 wurde mit Hilfe
eines Teleskops Uranus entdeckt, 1846 Neptun, 1930 Pluto, 1977 Chiron.
Interessant ist, daß die Energie dieser Himmelskörper zu den
weltbewegenden Ereignissen (z.B. Revolutionen) der jeweiligen Zeit
passt! Dass Pluto nun offiziell kein Planet mehr ist, lässt hoffen,
dass Kriege bald der Vergangenheit angehören und dass es unserem
Bewusstsein gelingt, zum LICHT der Erkenntnis durchzudringen.
Der im Horoskop eingezeichnete Mond ist natürlich der Mond, der um
die Erde kreist und der aufgrund seiner Nähe großen Einfluß auf uns hat
(u.a. Ebbe und Flut), während die Erde selbst nicht eingezeichnet wird,
da sie der Standort ist, von dem aus der Himmel betrachtet wird.
Ein Geburtshoroskop (= Radix) ist also die Abbildung unserer
Sonne, unseres Mondes und der Planeten wie sie im Augenblick der Geburt
vom Geburtsort aus zu sehen sind - und zwar im Tierkreis, d.h. vor dem
Hintergrund der weiter entfernten Sternbilder wie Krebs, Löwe etc.
Der Pfeil, der in der Horoskopzeichnung nach links zeigt, ist der
so genannte Aszendent und markiert das Tierkreiszeichen (Sternbild),
das im Augenblick der Geburt am östlichen Horizont aufging. Daher ist
die genaue Geburtszeit so wesentlich, denn beginnend mit dem
Aszendenten wird das Horoskop in 12 ‚Häuser’ unterteilt, die die
einzelnen Lebensbereiche zeigen.
Die Linie zwischen Aszendent (von ‚Aufsteigen‘, kurz AC = Spitze
von Haus I) und Deszendent (‚Absteigen‘, DC = Spitze von Haus VII)
zeigt sozusagen den Horizont. Die Gestirne unterhalb dieser Linie waren
im Augenblick der Geburt nicht am tatsächlichen Himmel zu sehen.
Die Häuser I bis VII zeigen daher auch das persönliche und
‚Innenleben’ und die Ursprünge an, während die Häuser VII bis XII das
Leben ‚nach außen’ beschreiben.
Man kann die 12 Häuser auch in 4 Quadranten einteilen. Die
Eckhäuser an deren Spitze sind besonders wichtig: Haus I (Ich) und Haus
VII (Du) sowie Haus IV (Imum Coeli = ‚Herkunft, Mitgift’) und Haus X
(Medium Coeli = was man daraus macht & nach außen bringt). Einander
gegenüberliegende Häuser bzw. Tierkreiszeichen stellen immer
entgegengesetzte und einander ergänzende Prinzipien dar.
Die Gestirne selbst stehen für bestimmte Grund-‚Talente’, die im
Prinzip jeder Mensch hat. Wer den griechisch-römischen Götterhimmel
kennt, tut sich mit der Deutung der Sterne besonders leicht. Diese
Götter standen und stehen also symbolisch für das Göttliche in uns
selbst.
Welche Energiequalität die Talente und Lebensbereiche beim einzelnen
Menschen besitzen, das kann man am Tierkreiszeichen erkennen.
Beispiel: Der Planet Mars hat seinen Namen vom römischen
Kriegsgott und wie dieser hat jeder Mensch eine gewisses Angriffslust,
wenn er gereizt wird. Steht nun der Mars in einem Feuerzeichen, dann
lodert dieser Mensch hell auf wie ein Buschbrand; steht der Mars in
einem Wasserzeichen, dann ähnelt sein Angriff einem Tsunami; ein
Luft-Mars verursacht Tornados und bei einem Erd-Mars hat man das
Gefühl, eine Lawine losgetreten oder ein Erdbeben verursacht zu haben.
Für die Deutung muß man sich im Prinzip nur 12 Qualitäten merken,
denn die 12 Häuser, ‚Planeten‘ und Tierkreiszeichen haben jeweils
ähnliche Energien. Haus I entspricht dem Mars (Neubeginn) und dem
Widder (Frühling), Haus II der Venus und dem Stier, Haus III dem Merkur
und dem Zwilling u.s.w. Wenn also z.B. ein Gestirn in dem
Tierkreiszeichen und in dem Haus steht, zu denen es ‚gehört‘, ist seine
Wirkung logischerweise besonders konzentriert (‚Herrscher‘). Steht der
Planet in dem Haus, das ‚seinem‘ gegenüberliegt, ‚schwächelt‘ er eher.
Um Verwirrungen vorzubeugen: Venus und Merkur kommen aufgrund des
alten Weltbildes doppelt vor: Venus im Stier (Haus II) und in der Waage
(Haus VII) und Merkur im Zwilling (Haus III) und in der Jungfrau (Haus
IV). Haus VIII verdoppelte früher den Mars aus Haus I, wurde aber dann
durch den inzwischen entdeckten Pluto ersetzt. Heute ordnet man Chiron,
den verletzten Heiler, auch dem Tierkreiszeichen Jungfrau zu und die
Isis der Waage, aber es gibt leider noch nicht viel Lektüre darüber.
Einen weiteren Einfluss darauf, wie die Talente wirken, haben die
Beziehungen der Planeten zueinander, was man an den Winkeln zwischen
ihnen ablesen kann. In der Fachsprache heißen diese ‚Aspekte’. Hier die
wichtigsten:
Das Trigon (120°) wird als beste Winkelbeziehung interpretiert;
auch das Sextil (60°) schafft harmonische Beziehungen zwischen 2
Planeten. Die Opposition (180°, also gegenüber) wird manchmal zu
Unrecht zum ‚bösen Buben‘ gemacht, denn zwei Kinder können auf einer
Wippe einen Riesen-Spaß haben, wenn die Kräfte ausgewogen sind. Das
sind immer Gegensätze, die aufeinanderprallen, aber auch ausgleichende
Wirkung haben. Das Quadrat (90°) zeigt Ecken und Kanten, aber dadurch
werden die Dinge oft auch erst deutlich. Ein Mensch mit viel Quadraten
im Geburtshoroskop kann interessanter sein und ein spannenderes Leben
führen also einer mit lauter ‚positiven‘ Aspekten. Schließlich gibt es
noch die Konjunktion, wenn zwei Planeten nebeneinander stehen. Wie eine
solche sich auswirkt, hängt sehr von den betreffenden Planeten ab.
Stellien sind regelrechte Planetenansammlungen und ein Spezialgebiet.
Es sollte endlich eine Abteilung für Haarspalterei eingerichtet
werden, die sich damit befasst, bei wie viel Grad Unterschied ein
Aspekt noch gilt. Manche AstrologInnen sind mit 1° ganz streng, andere
sagen, wenn die Sonne beteiligt ist, dann gelten bis 10°. Ich
persönlich neige eher zu den Strengen, aber erwähne es auch, wenn mir
gegensätzlichen Kräfte ins Auge springen, auch wenn es „nur“ das
gegenüberliegende Zeichen ist, aber kein rechnerischer Aspekt. Und
warte auf die Rückmeldung.
Wer sich an die Deutung der momentanen himmlischen Einflüsse
heranwagen will, der vergleicht das Geburtshoroskop mit dem ‚laufenden‘
Gestirns-Stand und kann so bestimmte Tendenzen ‚vorhersagen‘. Um dabei
dann auch noch die Dynamik erkennen zu können, nützt das Wissen, welche
Umlaufzeiten die einzelnen Planeten haben. Meist werden ohnehin nur die
langsam laufenden Planeten in Bezug zum Geburtshoroskop angeschaut.
Ansonsten kann man sich auch tot-deuten. Wo Planeten wann stehen, sieht
man übrigens in den so genannten Ephemeriden (Gestirnstandstabellen).
Zur aktuellen Deutung gehört der Begriff ‚Transit‘ = ein Planet läuft
über einen anderen (oder auch den gleichen) bzw. durch ein Haus im
Geburtshoroskop. Gute AstrologInnen können hilfreiche Hinweise geben,
welche Art Vorhaben in dieser Zeit besonders gut gelingen könnten, wo
eher Rückschläge oder Hindernisse zu erwarten sind und wie lange man
bis zum nächsten Versuch warten sollte, um nicht unnötig Ressourcen zu
verschwenden. Wie diese Energien letztlich genutzt werden, das
‚Schicksal’ gelebt wird, ist IMMER die WAHL des Menschen. Vor allem
auch, welche EINSTELLUNG man hat und wie man mit Stressoren umgeht.
Hier kann der/die Ratsuchende natürlich auch erkennen, ob seriös
beraten wird, denn wenn einem das genaue Sterbedatum mit darauf
folgendem Lottogewinn vorhergesagt wird, sollten diese Wünsche von
ganzem Herzen zurückgegeben werden.
Bei einem Horoskop sollte es nie um eine Wertung nach ‚gut‘ und
‚schlecht‘ gehen, sondern um ein Verstehen der Möglichkeiten, der
Chancen, die ein Mensch hat und um eine Hilfestellung, wie man/frau
seinen/ihren Lebensweg findet und die momentan vorhandene Einflüsse
durch die Gestirne nutzt. Beispiel: Ein laufender Saturn, der über die
Sonne im Geburtshoroskop wandert, muss nicht unbedingt eine
Einschränkung durch chronische Krankheit bedeuten, sondern kann DIE
Gelegenheit sein, sich zurückzuziehen und seine Lebensenergie zu
ordnen, Struktur zu finden, sich abzugrenzen u.s.w.
Zu präzise Zukunftsdeutung ist unseriös und gefährlich, denn durch
zu konkrete Aussagen wird ein Mensch in seiner freien Wahl
eingeschränkt und - je nach Beeinflussbarkeit und Vertrauen -
‚programmiert‘, so dass er unbewusst auf das ‚hinarbeitet‘, was ihm da
gesagt wurde. Damit trägt der Astrologe / die Astrologin mit
Verantwortung Mit-Ver-SCHULD-en. Ob er/sie allerdings dann die Rechnung
übernimmt = die Konsequenzen trägt, ist zu bezweifeln ...
DIE GESTIRNE, TIERKREISZEICHEN UND HÄUSER EINZELN:
Die Sonne gilt als ‚Lebenslicht‘ und hat eine schöpferische
‚väterliche‘ Qualität. Der Mond steht für das Seelenleben, die Herkunft
und ‚mütterliche‘ Qualitäten. In der alten Astrologie standen sie in
der Mitte, der Mond im Krebs, die Sonne im Löwen, links und rechts
kamen dann je Merkur, Venus und Mars.
Die Sonne, das Zentralgestirn, steht für die kreativen, von sich
aus leuchtenden und Wärme spendenden Kräfte, auf der körperlichen Ebene
für das Herz und u.a. auch für das eigene Talent als Vater (auch bei
Frauen!). Häufig nehmen Menschen ihren Vater so wahr wie die Sonne in
ihrem Horoskop ‚steht‘ (das kann bei Geschwistern durchaus
unterschiedlich sein!) oder eine Frau wünscht sich einen solchen Vater
für ihre Kinder. Ähnliches gilt für den Mond, was die annehmenden,
widerspiegelnden und mütterlichen, nährenden Qualitäten betrifft.
Die Sonne hat einen so großen Einfluß auf unser Leben (praktisch
wäre ein Leben ohne Sonne ja auch gar nicht möglich), daß sogar
Astrologie-Muffel wissen „Ich bin ... Löwe / Krebs / Jungfrau ...usw
...“, was nichts anderes bedeutet, als daß die Sonne im Augenblick der
Geburt in diesem Tierkreiszeichen stand. Und nachdem die Erde ein Jahr
um die Sonne ‚braucht‘, ist das Datum jedes Jahr etwa gleich.
Der Sonne entspricht das Tierkreiszeichen Löwe (Ende Juli bis Ende
August = Sommerferien, da ist sie ja deutlichst zu spüren) und zum Haus
V, das u.a. Auskunft gibt über die schöpferische Lebenskraft und
leibliche Kinder. Man stelle sich nur einen Löwen-Pascha in Afrika vor,
eine verspielte Katze, die dennoch gehörigen Respekt genießt - das
runde Gesicht mit Mähne gleicht sowieso der Sonne - logisch: Die Sonne
im Horoskop zeigt uns also den Löwen in uns und unsere Kreativität.
Der Mond, der in einer Ellipse um die Erde kreist und uns das
Licht der Sonne widerspiegelt, ‚gehört‘ zum Tierkreiszeichen Krebs und
zum IV. Haus, das Auskunft gibt über die Mutter, die eigenen
mütterlichen Qualitäten, über die Herkunftsfamilie, das Heim / die
Heimat - kurz wo man zu Hause ist und wo man sich zu Hause fühlt. Auch
die unterbewußte / Gefühlswelt ist mit diesem Gestirn /
Tierkreiszeichen / Haus verbunden und - wie man sich(`s) einrichtet.
Astronomisch ist ‚Neumond‘, wenn er zwischen Sonne und Erde steht.
Das ist logischerweise dann der Fall, wenn der Mond von der Erde aus
gesehen im gleichen Zeichen steht wie die Sonne. Bei Vollmond steht der
Mond in dem Zeichen, das dem augenblicklichen Sonnenstand gegenüber
liegt - astrologisch, oder? ?
Der Mars steht wie der Kriegsgott für den Angriff, also wie man
neue Dinge anfängt, für die Angriffslust und für das männliche Prinzip
(auch bei Frauen). Sein Tierkreiszeichen ist der Widder und
passenderweise für allen Anfang das I. Haus (früher stand er auch für
Haus VIII und Skorpion, hat aber nun dem Pluto Platz gemacht). Mit dem
Widder beginnt auch der Tierkreis bei 0° im Frühling am 21. März.
Die Venus als Göttin der Schönheit steht als Morgen- und
Abendstern für zwei Prinzipien: Im Haus II und im Tierkreiszeichen
Stier steht sie für unsere Körperlichkeit, unseren Schönheitssinn,
körperliche Anziehungskraft, auch unsere finanziellen Mittel (auch wie
sie zu beschaffen sind) & den Umgang damit und im Haus VII und in
der Waage für die schönen Künste, Diplomatie, Ausgewogenheit im
übertragenen Sinne - insbesondere in Partnerschaften.
Der Götterbote mit den geflügelten Schuhen, Hermes oder Merkur,
der der Sonne am nächsten steht, hat(te) ebenfalls zwei Häuser und
Tierkreiszeichen: Im Haus III, das dem Zwilling entspricht, kommt seine
kommunikative Seite voll zum Tragen. Dieses Haus zeigt u.a. die
Beziehungen zu Geschwistern und Nachbarn sowie kürzere Reisen. Bei
Merkur, dem Gott der Kaufleute und der Diebe, geht es immer um
Informations- oder Geldfluß - auch in der Jungfrau und im Haus VI, das
in der klassischen Astrolgie das Haus der ‚Krankheit‘ genannt wurde.
Eigentlich ist es jedoch der Lebensbereich der ‚Gesundheitsfürsorge‘,
der Planung, der Organisation, der täglichen Routine und Ordnung. Und
wer ‚aufgeräumt ist‘ (und hat), wird selten(er) krank ... Er muss auch
nicht suchen (Sucht wird dem Neptun, Haus XII und den Fischen
zugeordnet).
Und schon kommen wir zum Gott der Unterwelt, Pluto, dem Skorpion
und dem Haus VIII. Hier geht es ums Loslassen, Sterben, aber auch um
Reichtum (nur wer wirklich loslassen kann, kann auch wirklich reich
werden ... und ... Sterben macht Erben ....), um Orgasmus, tiefe
Gefühle, Leidenschaft, Macht und Ohnmacht. Der Höllenhund beißt zu,
wenn die gegenüberliegende Venus im Stier (II) genuß- und habsüchtig
wird ...
Dem finst’ren Höllenfürsten folgt der großzügige Göttervater
Jupiter, dem Haus IX und das Tierkreiszeichen Schütze unterstehen. Kein
anderer verkörpert so wie er das Prinzip der Ausdehnung (sein Planet
ist auch der größte von allen) - er liebte bekanntlich weite Reisen,
auf denen er die hübschesten Frauen jagte und demzufolge steht das IX.
Haus traditionsgemäß für Religion, Politik und Sport.
Eine andere Art Göttervater war Saturn (auch Chronos - der Gott
der Zeit), der strenge Urvater, der uns Grenzen stetzt und unser
Lehrmeister ist. Besonders beim entsprechenden Körperbereich, nämlich
Haut und Knochen, sieht man das Gute dran, denn ohne die Haut als
Grenze könnten wir kaum existieren und was wären wir für ein Häuflein
Elend ohne Knochen! Dennoch liegt es auch in unserer Natur, an und über
unsere Grenzen zu gehen, um sie wahrzunehmen und dann ‚bekommen wir‘
vom vermeintlich ‚bösen‘ Saturn ‚eins auf den Deckel‘ - oder - werden
für unser Durchhaltevermögen belohnt. Das X. Haus und der Steinbock
passen also sehr gut für den Begriff Karriere, Beruf, Berufung, was man
sich er-arbeitet, unsere Position und unser Wirken in der
Öffentlichkeit, in der Gemeinschaft, zu der wir gehören.
Haus XI ist dem Gott Uranus zugeschrieben, der vieles neu
gestaltete. Wassermänner und -frauen sind bekanntermaßen gerne
unabhängig und wollen ‚alles anders machen‘. Sie sind die besten
Freunde, weil sie einem Freund auch einen guten Rat geben können, der
für sie selbst gar nicht so vorteilhaft ist und sie lieben es, Regeln
zu verändern. Im XI. Haus sieht man also unter anderem, welche Freunde
man anzieht und was für ein Freund man selber ist, am Uranus u.a. auch
die Art und Weise, wie man festgefahrene Karren auf ungewöhnliche Weise
wieder in Gang bringen kann.
Neptun, der Herr der Meere öffnet im Haus XII den Fischen alle
Grenzen. Hier löst sich alles auf und viele behaupten, ‚Fische‘ seien
einfach nicht zu fassen. Neptun kann ganz ordentlich Nebel machen und
ausufern. Das kann grenzenlose Nächstenliebe bedeuten (Jesus), aber
auch im Suff enden (Clochard). Bei Sucht-Tendenzen schaue ich mir immer
diese Ecke an, denn das Wort ‚Sucht‘ hat was mit ‚Suche‘ zu tun und
hier kann klar werden, was gefunden werden soll. Die klassische
Astrologie nennt bei Haus XII - ‚geschlossene Anstalten‘, was sich für
mich übersetzt in: Wer Planeten in diesem Haus hat, tut sich leichter,
wenn deren Qualitäten für eine Institution oder Organisation einbringt,
die feste Regeln und eine gute Hierarchie bietet, sonst findet er nicht
das rechte Maß. Auch an anderer Leute Aussagen über Neptun stelle ich
fest, dass man dazu neigt, ‚uferlos‘ über ihn zu faseln, ohne was
Greifbares zu liefern ... Übrigens, wenn von meinen Klienten jemand
seine Geburtszeit nicht genau wusste, war es fast immer der Neptun, der
zwischen zwei Häusern ‚wanderte‘ und sich nicht festlegen ließ ...
Alles klar?
Anwendung des Sonnen- und Mondstandes im praktischen Leben:
Mittlerweile gibt es jede Menge Mondkalender und Mondbücher, die
die Energiequalitäten des Tierkreiszeichens, in dem der Mond gerade
steht, auf alle Lebensbereiche anwenden. Leider taugen diejenigen ohne
genaue Zeitangabe des Zeichnüberganges wenig, denn die Energie wechselt
genau um xx:xx Uhr und nicht um Mitternacht! (schön & gut:
www.lutzis-mondkalender.de) Ich gieße meine Pflanzen nur, wenn der Mond
in einem Wasser- oder Erdzeichen steht (Düngen an letzteren), lüfte,
backe und bügle bei Feuer- und Luftmond und mache damit beste
Erfahrungen.
Der zunehmende Mond stimmt uns auf Aufnahme und Wachstum ein, das
im Vollmond gipfelt, wo manchen die Energie sogar zu viel wird;
abnehmender Mond macht abgabebereit und bei Operationen im Neumond
fließt am wenigsten Blut. Der Mond kann zwar immerhin die Weltmeere
mehrere Meter heben und senken, aber die Sonne heizt ‚uns’ auf und ohne
sie gäbe es kein Leben hienieden. Also berücksichtige ich auch den
Sonnenstand, z.B. durch Feiern der keltischen Jahreszeitenfeste. ?
Die Erfahrung hat mir bestätigt, dass Operationen tatsächlich
möglichst nicht an dem Tag durchgeführt werden sollen, an dem der Mond
/ die Sonne in dem Tierkreiszeichen steht, das Bezug zu dem
betreffenden Körperteil hat. Die Zuordnung geht einfach von oben nach
unten: Der Kopf ‚gehört‘ zum Widder und die Füße zu den Fischen als
letztes Zeichen. Zwischendrin ein paar Besonderheiten:
* Mond um die Erde - die Planetenumlaufzeiten beziehen sich natürlich auf die Sonne
Ein weiteres Hilfsmittel zum Interpretieren der verschiedenen Energien der Tierkreiszeichen und Häuser sind die sogenannten Kreuze:
Das kardinale Kreuz: Widder I, Krebs IV, Waage VII und Steinbock X
Das fixe Kreuz: Stier II, Löwe V, Skorpion VIII, Wassermann XI
Das veränderliche Kreuz: Zwilling III, Jungfrau IV, Schütze IX Fische XII
Anhand der Erdzeichen will ich beispielhaft erklären, wie man diese Prinzipien logisch zusammenbauen kann: Steinbock ist das kardinale Erdzeichen und erinnert an das Gebirge, in dem dieses Tier gerne herumkraxelt. Das X. Haus, das Karrierehaus, ist eins der vier wichtigen (und damit ‚kardinalen’) Eckhäuser und der berufliche Lebensweg erinnert meist durchaus an einen zu erklimmenden Berg. Berge sind übrigens in der chinesischen Philosophie aufgrund ihrer Masse und Stabilität die beste Rückendeckung.
Stier ist das fixe Erdzeichen und symbolisiert den festen Erdboden unter unseren Füßen, in dem frau die wunderschönsten Blumen (Venus) und schmackhaftesten Getreide und Gemüse wachsen lassen kann. Nahrung ist nicht nur Genuss, sie stabilisiert uns auch - nicht umsonst packen Reisende so gerne ihre mitgebrachte Brotzeit aus ... Jungfrau ist die veränderliche Erde - der Treibsand, in dem man versackt, wenn man nichts zum Festhalten findet. Jungfrau-betonte Menschen suchen daher häufig in der Ordnung (z.B. Regalsysteme, Typologien ?) Halt.
Analog kann man die Kreuze auf Feuer-, Wasser- und Luftzeichen anwenden. Hier beginnt der ‚Spaß an der Freud‘, am Kombinieren.
Außer den relativ neu entdeckten Planeten Chiron
Die beiden Mondknoten
Der Mond kreist in einer Ellipse um die Erde. Diese ist der eine Mittelpunkt der elliptischen Bahn; der zweite (errechnete) Mittelpunkt wird ‚Schwarzmond‘ oder Lilith
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