T R A N C E

zählt zu den so genannten ‚veränderten Bewußtseinszuständen’
(also abweichend vom normalen Wachzustand),
von denen es viele verschiedene Formen gibt: 
 
Schlafen und Träumen sind uns allen vertraut - und sicher auch eine Art Tagträumen, bei dem Bilder und Ideen aus dem Unterbewusstsein auftauchen, wo wir so entspannt sind, dass uns Geistesblitze ‚treffen’ und tief bewegen können.

Zitat aus 'Wikipedia' unter dem Thema 'Bewusßtseinszustände': Eine verbreitete Methode, um empirische Daten über die Gehirnströme zu erhalten, ist das EEG-Signal und dessen Frequenzverteilungskurve. Es ist damit möglich, anhand einer Grundfrequenz, die das Gehirn erzeugt, den aktuellen Bewusstseinszustand annähernd einzuschätzen. Hauptsächlich untersucht man dabei Amplitudenwert zwischen 0,4 und 40 Hz und Bewusstseinszustände von Aufmerksamkeit, Anspannung, Stress und nach außen gerichteter Aufmerksamkeit. Der Zustand des Alltagsbewusstseins, der so genannte Beta-Zustand, der sich typischerweise zwischen 13 Hz und 21 Hz befindet, entspricht einem Zustand guter Aufmerksamkeit und Intelligenzleistung, während der Bereich mit einem Schwerpunkt von 21 bis 38 Hz als der Bereich „permanenten Alarmbereitschaft“ (Fritz Perls) bezeichnet wird. Der Alpha-Bereich (8 Hz–12 Hz) entspricht dem Zustand leichter Entspannung. Der Theta-Zustand (3 Hz–8 Hz) steht für Meditation und tiefe Entspannung. Die niedrigste Frequenz findet sich im Delta-Zustand (0,4 Hz – 3 Hz), der auf verschiedene Bewusstseinszustände wie Tiefschlaf, Trance oder Tiefenhypnose hinweist.

Ernest L. Rossi, ein Schüler des berühmten amerikanischen Hypnosetherapeuten Milton H. Erickson (†), hat herausgefunden, dass alle Menschen automatisch etwa alle 90 bis 120 Minuten eine Regenerationsphase von wenigen Sekunden bis zu 20 Minuten Dauer durchmachen, in denen sie vor sich hin starren und (Tag-)träumen, während ihr gesamtes System ‚sich sortiert’. Es ist wesentlich für die Gesundheit, sich diese Aus-Zeit (Jawohl! Aus-der-Zeit!) auch vollständig zu gönnen; der Körper meldet dann von selber, wenn er wieder fit ist. Genau in dieser Zeit ist man übrigens besonders empfänglich für hypnotische Induktion. (Das ist der Fachbegriff für ‚einen veränderten Bewusstseinszustand herbeiführen’.) Hypnose-Therapeuten versetzen ihre  Patienten in einen solchen Zustand, um in deren Unterbewusstsein neue Verhaltensweisen zu ‚programmieren’. Schamanen, geistige HeilerInnen und spirituelle Medien gehen selbst in einen solchen Trance-Zustand, um vollen Zugang zu den unbegrenzten kreativen Möglichkeiten ihrer rechten Gehirnhälfte zu haben und um Kontakt mit Helfern aus der geistigen Welt (Jenseits / Anderwelt) herzustellen. Der Pentagon (US-Regierung) setzt 'PSI-Agenten' ein, um den Gegner auf 'übersinnliche' Art und Weise auszuspionieren. Man kann also auch dieses Werkzeug einsetzen für 'schöne' wie auch für 'hässliche' Dinge.

Spirituelle Medien und geistige Heiler nutzen also Alpha- Theta- und Delta-Zustand, um
a) die geistige Verbindung ('Link') zum Klienten aufzunehmen ('pychic') und
b) um die geistige Verbindung ('Link') mit der geistigen Welt ('spirit') herzustellen, um mit 'geistigen Helfern und Heilern' zusammenzuarbeiten. Selbst Medien, die von Kindheit an bewusst Kontakt mit der geistigen Welt haben, üben das regelmäßig- meist täglich = 'sitting for spirit'. Genau das üben wir auch in meinen Zirkeln. Jeder ist selbst dafür verantwortlich, wie 'tief' er in die Trance hineingehen will = wie sehr er das 'Alltagsbewußtsein' ausblendet und dass er sich vorher entsprechend definiert, sicher und zur rechten Zeit zurückzukommen. Wer trotz mehrerer Versuche im Zirkel unter Anleitung 'überhaupt nicht in Trance gehen kann' = keinerlei übersinnliche Wahrnehmung 'hat', kann dieses Thema in einer Einzelstunde (One-Brain-Balance) klären. 

Astrologisch gesehen gehört Trance zum Reich des Neptun, dem Gott der Wasser, denn bei der Trance werden die Grenzen zwischen dem Dies- und dem Jenseits aufgehoben, sodass Energie und Bewusstsein zwischen beiden Welten fließen können. Neptun kann aber auch ganz schön Nebel machen und das ist wohl der Grund, warum sich selbst Wissenschaftler hier oft unklar ausdrücken und viele Menschen die unterschiedlichsten Ahnungen haben, sich aber nicht alleine in den Nebel wagen, um den Schleier zwischen dieser und den anderen Welten zu lüften.

Die Ethnologin Felicitas D. Goodmann († Autorin mehrerer Bücher), hat es geschafft, dem Ganzen Methode und klaren Ausdruck zu geben und vieles, was ich über Trance weiß, habe ich bei ihr abgeschrieben oder mit Hilfe ihrer Methode erlebt. Sie sagt: ‚Trance ist gesund!’ und das ist mittlerweile auch wissenschaftlich bewiesen. In ihrem Buch ‚Trance - der uralte Weg zum religiösen Erleben’ schreibt sie, dass bei nichtwestlichen Religions-gemeinschaften die Auffassung herrscht, dass derjenige, der keine religiöse Trance erleben kann, krank oder zumindest zu den Behinderten zu zählen sei. Soso.

In unserer ‚Kultur’ hat leider das theoretische ‚Für-wahr-Halten’ (was kirchliche Autorität verkündet) das unmittelbare (eigene!) sinnliche religiöse Erleben verdrängt. Und damit haben wir Menschen uns letztlich vom ‚Großen Geist’ abgespalten - zumindest was das Spüren ‚im eigenen Leib’ betrifft. Trance ergänzt jede Art von Religionsausübung auf SINNvolle Weise, weil sie uns direkt mit dem Göttlichen in uns und um uns herum verbindet - unabhängig von solchen Autoritätspersonen, die sich zwischen uns und den ‚großen Geist’ (Gott) stellen wollen. Trance liegt ganz einfach in unserer Natur: Wir haben die Fähigkeit zur Trance von den Jägern und Sammlern vererbt bekommen, die sich noch eins mit der Natur fühlten und z.B. sogar via Trance mit ihren Jagd-Tieren co-operierten.

Kein Wunder, dass heutzutage so viele Menschen - besonders Jugendliche - in einem SUCHTgift das SUCHen, was uns eigentlich im Blut liegt. Felicitas D. Goodman bewies durch ihre Arbeit mit Jugendlichen, dass Drogen durch Trance überflüssig werden. (TranceRituale für Jugendliche ISBN 3-925817-80-8) Auch Arzneien werden bekanntlich als Drogen bezeichnet und ich meine, dass auch diese mit Hilfe von Trance überflüssig werden können, wenn ein Bewusstwerdungs- und damit Heilungsprozess auf der geistigen Ebene stattfindet, weil der sich immer auch auf den Körper auswirkt.  Drogen werden in kleinen Mengen auch von Schamanen benutzt. Meiner Meinung nach erhält man jedoch klareren Zugang ohne ‚Dope’ - habe den Unterschied aber nie selber ausprobiert. Ich rate jedenfalls dringendst davon ab, in eine Trance gehen zu wollen, wenn man vorher Alkohol / Drogen / starke Medikamente genommen hat!!! Wie weit psychische Erkrankungen / Epilepsie und Trance ‚sich vertragen’, weiß ich (noch) nicht. 

Damit wir uns sicher im Reich des Neptun bewegen können, brauchen wir ein gutes ‚Vehikel’, sprich klare Grenzen, Definitionen, Rituale. Jeder Schamane hat sein eigenes überliefertes Ritual, zu dem auch Tänze und Gesänge, Masken und Verkleidungen gehören können, die böse Dämonen abschrecken und den Schamanen auf seinen Reisen schützen bzw. eindrucksvoll zu zeigen, was er alles konfrontiert.

Felicitas D. Goodman hat DAS uralte Ritual wieder entdeckt, das sogar der moderne Großstädter von heute ohne größeren Aufwand nutzen kann, um diese ‚archaische Exstasetechnik’ selbst zu erleben: Sie kam nämlich auf die Idee, ihre Studenten bestimmte Körperhaltungen einnehmen zu lassen (und zwar alle die gleiche), während sie rasselte. Sie experimentierte insbesondere mit den Haltungen, die man bei uralten Figurinen sieht, die Archäologen rund um den Globus fanden und die auffallende Ähnlichkeit aufweisen; ja sogar die Haltung einer menschlichen Figur, die auf den Höhlenzeichnungen in Lascaux dargestellt ist (15.000 vor Christus), erwies sich als Trancehaltung. Felicitas Goodman konnte nachweisen, dass alle Teilnehmenden dann von ähnlichen Begegnungen oder Erlebnissen während ihrer ‚Reise’ berichteten.   

So kristallisierte sich heraus, welche Haltungen für Seelenreisen (in die Ober-, Mittel- und Unterwelt), für das Heilen, für das Wahrsagen, für die Metamorphose etc besonders geeignet sind und Felicitas D. Goodman bezeichnet sie folglich als das Ritual, das uns den gezielten Zugang zur anderen Welt ermöglicht und das bereits vor über 7.000 Jahren auf der ganzen Welt in Verbindung mit Trance benutzt wurde. In Deutschland gibt es mittlerweile ein Institut, das allen, die nicht dort eine kostspielige Ausbildung machen, verbietet, zu sagen, dass sie ‚nach Goodman’  arbeiten. Daher sage ich ganz ausdrücklich, dass ich dort KEINE AUSBILDUNG ‚nach Goodman’ (ja, sie ist leider schon verstorben!) mitgemacht habe und das sicher auch nicht tun werde. Ich biete das uralte Ritual der ‚schamanischen Trance’ mit meiner Heil-Trommel an und alle, die das interessiert, können gerne zu mir zum Üben kommen. Letztlich geht es darum, sich durch die Trance wieder so EINS mit der göttlichen Natur zu FÜHLEN, dass man im ‚täglichen Leben’ automatisch das Richtige tut, um wieder in Einklang mit ihr zu kommen. Wer eine Frage oder ein Anliegen an ‚das Universum’ hat, kann das natürlich mitnehmen in die Trance und bekommt seelengerechte Hilfestellung.

In Experimenten wurde übrigens festgestellt, dass ohne diese Körperhaltungen bei rhythmischer Trance-Induktion per Rassel oder Trommel mit 200 bis 220 Schlägen pro Minute zwar körperlich mess- und spürbare Veränderungen passierten, aber kein visionäres, mystisches Erleben stattfand. Also: Haltung bewahren!  

Körperliche Veränderungen? Der Gehalt von Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol im Blutserum nimmt ab, ebenso der Blutdruck, während der Puls steigt. Schulmediziner würden das als ‚lebensbedrohliche Krise’ diagnostizieren, aber weil in der Trance Beta-Endorphin vom Gehirn ausgeschüttet wird, erleben wir eine solche Euphorie, dass uns deren Meinung in dem Augenblick ziemlich ‚Wurscht’ ist. Die Hirnstromvorgänge während der Trance zeigen Erregung - im EEG Theta-Wellen - genau wie beim Einschlafen - und genau wie beim Einschlafen geht es darum, das Wach-Bewusstsein loszulassen und sich den ‚Träumen hinzugeben. Die Hirnstromwellen bei der (ZEN-)Meditation zeigen hingegen Ruhigstellung, sodass Menschen, die diese praktizieren, Schwierigkeiten haben, in Trance zu kommen. Wer sich kindlich-neugierig ohne Erwartungshaltung auf ein Trance-Erlebnis einlässt, wird die schönsten Resultate erzielen. 

 

Und was ist, wenn man nix sieht, nix hört, nix spürt, sich die Wadeln verkrampfen und einem die Rassel oder Trommel mit der Zeit auf den Keks geht? Notfalls indianisch leise rausschleichen, um die anderen nicht zu stören (NIEMAND BERÜHREN ODER LAUT ANSPRECHEN, DER GERADE IN TRANCE IST!!!) und vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt noch mal probieren!  

Nur einmal erlebte ich (im Arthur Findlay College), dass jemand beim Klang der Trommel beinahe ‚umkippte’. Diese Frau war ein Tief-Trance-Medium, die sich ohne jede Induktion von außen selbst in tiefste Trance versetzen kann, in der sie bewusst die Realität ‚verlässt’, so dass rhythmische Induktion für sie viel zu heftig ist. Es ist ganz wesentlich, VOR einer Trance zu DEFINIEREN, WIE TIEF man hineingehen will! Anfänger sollten immer den Boden unter den Füßen noch spüren und die Umgebung ‚im Hintergrund’ wahrnehmen wollen, denn selbst ein Profi kann sich schwer tun, jemanden aus einer Trance ‚herauszuholen’, der absichtlich total abhebt, ohne eine Rückkehr definiert zu haben! Wer sich deutlich unwohl fühlt oder das Ganze eh für ‚einen Schmarrn’ hält, sollte gar nicht mitmachen! Ein gewisses ‚Lampenfieber’ hingegen ist ganz normal und führt auf prickelnde Weise in neue Welten.

Aus meiner persönlichen Erfahrung noch ein Bericht, der Gelassenheit empfiehlt:

Bei der zweiten Trance nach Goodman, die ich mitmachen durfte, schloss ich die Augen, die Rassel setzte ein und sofort kam eine riesige Schlange (!!! huääääh!!!) auf mich zu und verschluckte mich! Ich konnte nicht anders, ich öffnete ein Auge einen Spalt weit, sah meine Mentorin mit ihrer Rassel und ihr behagliches Wohnzimmer um mich herum und schloss mein Auge beruhigt wieder. Belohnt wurde ich mit wunderschönen Tanz-Szenen, die ich richtig im Körper erlebte. Als die Rassel nach einer Viertelstunde verstummte, ‚tauchte’ ich erfrischt wieder auf und tanzte zu Hause gleich weiter … 

Später las ich dann, dass das für Schamanen ganz ‚normal’ sei, von der Riesen-Schlange geschluckt zu werden (oder sich selbst in eine gefiederte Schlange zu verwandeln) - auch kann es vorkommen, dass man im Trance-Erleben völlig zerstückelt wird, um dann von den Geistern wieder neu zusammengesetzt wie Phönix aus der Asche geheilt der Trance zu entsteigen. 

Wer also sicherheitshalber lieber ein Krafttier auf dieser Reise dabei hätte, kann sich gerne vor der Trance eins aus meinen Krafttier-Karten ziehen oder testen lassen oder sich inzwischen schon mit einem anfreunden, das freiwillig im Traum erscheint … vielleicht taucht ja auch eins in der Trance auf. Meine eigenen Krafttier-Erlebnisse mit Hinweisen zur praktischen Anwendung unter Balancetechniken 'Krafttier'.

Vor der Trance erfolgt eine gemeinsame Einstimmung mit einem kleinen Ritual, in dem die guten Geister eingeladen und gebeten werden, uns zu helfen und je gehobener und feierlicher unsere Stimmung ist, desto besser werden sie uns geleiten.

 

Und für all diejenigen, die sich fragen, welchen Schutz wir gegen etwaige ‚böse Geister’ mitnehmen, aus den ‚Karten der Kraft’ von Jamie Sams und David Carson die Geschichte des Rehs:                          

Reh

--------------   FREUNDLICHKEIT   --------------

Eines Tages hörte das Reh wie der Große Geist es von der Spitze des Heiligen Berges rief. Das Reh machte sich sogleich auf den Weg. Es hatte keine Ahnung, dass ein schrecklicher Dämon den Weg zur Wohnung des Großen Geistes bewachte.

Der Dämon versuchte, alle Lebewesen von der Verbindung mit dem Großen Geist fernzuhalten. Er versuchte, ihnen das Gefühl zu geben, dass der Große Geist, ihr Schöpfer nicht gestört werden wollte. Dadurch konnte der Dämon sich mächtig fühlen und die Geschöpfe mussten ihn fürchten. 

Das Reh hatte überhaupt keine Angst, als es sich dem Dämon näherte. Das war sehr merkwürdig, denn der Dämon war das Urbild aller hässlichen Schreckgestalten, die es jemals gegeben hatte. Der Dämon schnaubte Feuer und Rauch und brachte ekelhafte Geräusche hervor, um das Reh zu erschrecken. Jedes gewöhnliche Lebewesen hätte die Flucht ergriffen oder wäre vor Schreck auf der Stelle gestorben.

Aber das Reh sagte zum Dämon: „Bitte lass mich vorbei,
denn ich bin auf dem Weg zum Großen Geist.“

 Des Reh’s Augen waren voller Mitleid für diesen prahlerischen Dicksack von einem Dämon. Der Dämon war sehr erstaunt, dass das Reh sich nicht fürchtete, und wie sehr er sich auch abmühte, er konnte das Reh nicht erschrecken, denn dessen Liebe hatte bereits sein verhärtetes hässliches Herz ergriffen. Zu seinem Entsetzen begann sein steinhartes Herz zu schmelzen und sein Körper wurde so klein wie eine Walnuss. 

Des Reh’s beharrliche Liebe und Freundlichkeit hatten den Dämon zusammengeschmolzen. Durch diese Freundlichkeit und Anteilnahme, die das Reh verkörpert,
ist der Weg zum Großen Geist jetzt für alle seine Kinder frei,
ohne dass sie fürchten müssten, dass irgendwelche Dämonen sich ihnen in den Weg stellen.

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