ACHTUNG: Menschen, denen ihre Eigenveratwortung für ihr Leben klar ist, werden vermutlich auch gut mit diesem Text klar kommen. Bei Menschen, die denken, dass sie machen können, was sie wollen, 'weil nach dem Tod eh alles vorbei ist', könnte dieser Text ernsthaftes Nachdenken auslösen! Und Menschen, für die Liebe was Gruseliges ist, sollten ihn wohl besser gar nicht lesen!
Englische Medien * 'Spiritualism'
Von einer Kollegin hatte ich vor Jahren gehört, dass Englische Medien außergewöhnliche heilerische Fähigkeiten hätten. Als mir dann eine Freundin in Freiburg erzählte, dass sie zu einer Demonstration eines solchen Mediums gehen wolle, war ich sofort dabei, weil es das hier in Deutschland noch nicht so häufig gibt und ich noch nie Genaueres darüber gelesen oder gehört hatte.
Mittlerweile weiß ich, dass solche Demonstrationen in den spirit(ual)istischen Kirchen einen wesentlichen Teil des Dienstes am ‚Großen Geist’ (Great Spirit) und damit auch an den Menschen darstellen. Dazu kommen gemeinsames Singen und Beten (= Bitten). Angehörige jeder Religion können teilhaben und sich ‚den Beweis holen’.
Die Aufgabe des Mediums ist es, zu bezeugen, daß es ein Leben nach dem Tod gibt. Das gibt denjenigen Menschen im Publikum Tost und Heilung, die einen nahen Angehörigen oder einen lieben Freund verloren haben und es hilft gleichzeitig allen Anwesenden, die Angst vor dem eigenen Tod zu transformieren und sie durch die Gewissheit zu ersetzen, dass es weitergeht – eben in einer anderen Daseinsform.
Bei so einer öffentlichen Demonstration beschreibt das Medium eine Person aus dem Jenseits bis sich jemand aus dem Publikum meldet, der meint, diese Person zu erkennen. Manche Medien erkennen auch gleich den Empfänger der Botschaft und sprechen gleich zu diesem. Als ‚Neuling’ im Publikum braucht man keine Angst zu haben, denn die Geister respektieren, wenn jemand nicht ‚drankommen’ will.
Die Personenbeschreibung des Menschen im Jenseits enthält meist Geschlecht, Beziehung zum Empfänger (Großmutter, Lehrer, Bruder u.s.w.) Aussehen, auffallende Merkmale und Besitztümer sowie das Alter bei Tod und gegebenenfalls Krankheiten und die Umstände des Todes. Hat ein Empfänger die Person sicher identifiziert, folgt meist eine Botschaft, die – entsprechend der feinen englischen Art – niemandem zu nahe tritt, aber dennoch meist eine tiefe, befreiende, heilende (manchmal auch echt erheiternde) Wirkung auf den Empfänger hat. Tiefer gehende und ausführlichere Botschaften werden eher in Einzelsitzungen vermittelt.
| Von der besagten Demonstration war ich so
begeistert, dass ich eine Sitzung buchte, ein Buch las (oh, WIE ich mir
wünschte, die Autorin mal kennen zu lernen, denn sie schrieb so
humorvoll, dass es ein Hochgenuss war!) und mich zu einem Kurs im
Arthur Findlay College in Stansted bei London anmeldete.
(www.arthurfindlaycollege.org/) |
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Brenda Lawrence, die Kursorganisatorin und
–Leiterin, der ich zugeteilt war, ließ uns bereits am ersten Tag auf
der Plattform stehen. Ich wankte nach vorne - bibbernd vor Angst. Nein,
es war nicht das Publikum - ich kann problemlos einen Vortrag vor ein
paar hundert Leuten halten - es war die Angst davor, dass ein fremder
Geist Besitz von mir - speziell von meinem Körper - ergreifen und nicht
mehr gehen könnte. Auf diesem Weg (der mir kilometerlang erschien)
dachte ich daher fieberhaft um: |
„WENN ich Kontakt herstelle, dann nur zu den ‚guten Geistern‘ und immer mit der Absicht, helfende, heilende Botschaften zu übermitteln.“ Das erkannte ich als das Wesentliche. „Und wenn ich mich nur für die ‚guten Energien‘ aufmache, dann kann ich mich wohl auch drauf verlassen, dass sie wieder gehen, wenn ich ihre Botschaft verstanden und übermittelt habe.“
Und genau so war es dann auch: Auf der Plattform angekommen, stellte ich ‚im Geiste’ über meine Fußsohlen Kontakt zu ‚Mutter Erde’ und über das Kronen-Chakra die Verbindung zu ‚Vater Himmel’ her und öffnete mein Herz-Chakra, indem ich die Wärme und liebevolle Energie darin spürte, schloss die Augen und sah sofort einen bärtigen, etwa 40-jährigen Mann in blau kariertem Hemd. ‚Der ist so jung, der KANN noch gar nicht gestorben sein und ich kann das alles eh nicht!’ schoss durch mein ‚mind’ (mein sich einmischendes ‚Hirnkastl’), aber ich beschrieb ihn dennoch und die Kursleiterin sagte, ich sollte ihn im Geiste fragen, wie er denn gestorben sei. Holla! Statt ihn zu sehen, SPÜRTE ich plötzlich wie es meinen Körper nach hinten warf und die Beine nach vorne oben wegzog und ich sah nur noch hellstes Licht über mir. Ich behielt zwar die Balance, aber musste doch dreimal tief durchschnaufen, denn wer erlebt schon bei seinem ersten medialen Versuch (und noch dazu auf offener Bühne vor rund 40 Leuten), wie es sich anfühlt, zu sterben?
Jedenfalls war uns allen klar, dass es sich um einen sehr plötzlichen Tod gehandelt haben musste. Ich sollte ihn nach Kindern fragen, da schüttelte er den Kopf, aber vor ihm standen zwei Kinder. Zunächst war ich verwirrt, aber hinterher stellte sich heraus, dass es die Kinder seiner Frau waren. Wegen dieser Frau hatte es auch Streit mit seiner Mutter gegeben. Im Geiste fragte ich ihn nach ‚Evidence‘, also einem Beweisstück, und ‚sah‘ wie er einer grauhaarigen Dame ein wunderschönes Granatcollier umlegte. An diesem Familien-Erbstück erkannte die Empfängerin sofort diesen Mann, der 40-jährig an einem heftigen Herzanfall gestorben war. Die grauhaarige Dame war eindeutig seine Mutter. Die Empfängerin sagte, das sei für sie schön zu wissen, dass er sich offenbar mit seiner Mutter, die inzwischen auch verstorben war, versöhnt hat. Auf die Frage, warum er ‚gekommen‘ sei, hielt er mir einen romantisch gebundenen Strauß von rosa Rosen hin und deutete eine respektvolle Umarmung an. Die Empfängerin sagte, dass er von seinen Freunden immer ‚Romantic Jack‘ genannt wurde, weil er seiner Frau immer am Valentinstag Rosen schenkte. Er war auch am Valentinstag gestorben. Weil die Kleidung des Mannes immer wieder zwischen einem bodenlangen weißen Hemd (‚engel-artig‘) und seinem dunkelblauen Hemd gewechselt hatte, schloss ich daraus, dass die Rosen der Dank an die Empfängerin waren, weil sie ihm als Medium geholfen hatte, nach diesem plötzlichen Tod seinen Weg in die Welt des Geistes zu finden und dass der Blumenstrauß sein Dank dafür waren und fragte ganz beGEISTert: „Did you help him to go to the other side?“ („Haben Sie ihm geholfen, ins Jenseits zu gelangen?“), worauf die Lady mit blitzendem Blick richtigstellte: „After his death, yes!“ ("NACH seinem Tod, ja!")
Nachdem ich wirklich Mühe gehabt hatte, meine Balance zu halten, erzählte Brenda uns, ihr sei einmal auf der Plattform ein Kursteilnehmer aus dem Stand voll hingefallen. Auf ihre entsetzte Frage „Was machen Sie denn da?“ kam die Antwort: „Der Mann, der hier ‚durchkommt’, war Bein-Amputierter!“ und sie versicherte uns, es sei wirklich nicht nötig, solche Dinge so drastisch darzustellen.
Für mich war die Erkenntnis bedeutsam, dass man keine bestimmte Person ‚ruft’, sondern offen ist für die Seele, die sich meldet – nach dem Motto, dass man die Toten nicht wecken sollte – aber dass man als Medium sehr wohl im Geiste die richtigen Fragen stellen muss, um eine Verbindung herzustellen, denn nicht jeder Verstorbene weiß, was und wie er kommunizieren muss, um ‚durchzukommen‘. Allerdings weiß man als angehendes Medium auch nicht immer, wie man etwas so kommunizieren soll, damit es richtig ankommt:
Eine sehr temperamentvolle junge Dame übte auf der Plattform: Sie sagte einem Herrn im Publikum, sie habe eine Botschaft seines Vaters für ihn. Dieser unscheinbare, ruhige Herr verzog daraufhin keine Miene und verstand es doch, wie ein Fragezeichen zu wirken, denn die junge Dame rannte hektisch auf der Plattform auf und ab, wedelte mit den Armen, schlug mit einer geballten Faust in die andere Hand und sprach von unglaublich starker Aufregung. Keine Reaktion seitens des unscheinbaren Herrn. Schließlich griff der Lehrer ein und fragte, ob er seinen Vater wieder erkennen würde und der Herr meinte tonlos und ohne die Lippen zu bewegen: „Nicht wirklich.“ Und uns allen war klar, dass der Vater DIESES Herrn im Leben NIE so ausgeflippt sein konnte und verhaltene Heiterkeit breitete sich im Publikum aus. Als der Lehrer aber fragte, ob es für den Vater eine ganz besonders große und unerwartete Freude sein könnte, dass er jetzt aus dem Jenseits Kontakt mit seinem Sohn aufnehmen könne, da erhellte tatsächlich ein sanftes Lächeln das Gesicht des zurückhaltenden Herrn und er meinte: „Das wohl!“ und nun konnte das junge Medium auch die weiteren Botschaften anbringen, die sich alle als zutreffend erwiesen.
Die Antworten aus der anderen Welt erhält das Medium über verschiedene Sinnes-Systeme – wie beschrieben: Bilder, ja ganze Filme können vor dem geistigen Auge ablaufen (‚subjektiv‘), manche Medien ‚sehen‘ die Verstorbenen direkt im Raum stehen (‚objektiv‘), manche Antworten laufen über das Körpergefühl (wie das oben beschriebene Todeserlebnis und die ‚Aufregung’, aber auch per Geruchs- und Geschmackssinn) oder über das Hören – entweder kommt die richtige Formulierung in den Sinn (‚subjektiv‘), wenige Medien hören sogar ‚objektiv‘ die Stimme des Verstorbenen. Aber Angst braucht man wirklich nicht zu haben, denn eine liebevolle Atmosphäre, gute Erdung und eine klare Definition sorgen dafür, dass das Medium – wie der Name schon sagt – nur Mittler ist und dass all die Informationen ‚durchfließen‘. Alle Botschaften, die ich bisher erlebte, waren immer konstruktiv und wurden positiv aufgenommen.
Die Wahrnehmungsfähigkeiten, die Informationen aus dem Energiefeld eines anderen Menschen 'lesen' können (Aura sehen oder Psychometrie = aus einem persönlichen Gegenstand die Lebensgeschichte ablesen) werden 'psychic' genannt - im Gegensatz zu 'spiritual', was immer einen Kontakt mit dem Jenseits / der 'anderen Welt' bedeutet und sich tatsächlich auch anders anFÜHLT.
Im Amerikanischen heißt das Medium übrigens ‚Channel’ - Kanal - und wie genau auch dieser Begriff passt, durfte ich erleben als mich ein erfahrenes Medium dazu ‚verführte’, mich mal in so ein ‚Holz-Kabäuschen’ zu setzen, in dem zu Anfangszeiten des Spiritismus die Trance-Medien saßen. Trotz aller positiven Erfahrungen ergriff mich da wieder das große Schaudern, aber die alte Dame lächelte so lieb und sagte: „Das ist SCHÖN! Das musst Du mal gespürt haben!“ und so setzte ich mich in dieses ‚Häuschen’, das nach vorne und nach oben offen war (vorne noch ein Vorhang zur dramatischen ‚Enthüllung’ des in Trance gegangenen Mediums im Kasten).
Die Energie war wirklich wunderschön und ich SPÜRTE, wie gut diese physische Begrenzung mir half, die Energien NACH und VON OBEN zu KANALISIEREN. Da wurde mir schlagartig klar, wozu die Kronen von Königen und Königinnen gut sind und warum Bischöfe (und der Papst) hohe Mützen ('Mitra') tragen, die oben offen sind: Diese Menschen haben (oder hatten zumindest in früherer Zeit) Heilkräfte, die dem Volk zugute kamen und die Krone ist nicht nur ein Symbol dieser Macht, sondern auch ein physisches Hilfsmittel, das dem Träger hilft, den Kanal zum ‚lieben Gott‘ - zu den heilenden Energien und dem Wissen des ‚Großen Geistes‘ zu schaffen, der durch das Kronen-Chakra in die Person ‚eingeht‘, um durch diese verbreitet zu werden.
Den Habsburgern wurde allgemein nachgesagt, Kröpfe heilen zu können und meine Beobachtungen zeigen, dass Medialität und Heilerfähigkeiten durchaus ‚vererbt’ sein können, denn es gibt Medien, die von Kindheit an Verstorbene sehen und/oder hören. Man kann diese Fähigkeiten aber auch erlernen und durch stetige Übung verbessern, insbesondere durch regelmäßige Meditation / Trance. (s. extra Artikel unter 'bietet an').
Ganz wesentlich ist die Absicht: Tut es jemand, um sich zu beweisen, um ‚was Besonderes‘ zu sein, wird er/sie auf Dauer sicher keinen Erfolg damit haben. Die reinsten und klarsten Botschaften kommen durch, wenn jemand echte Freude daran hat, diesen Kontakt herzustellen und anderen Menschen (lebenden wie verstorbenen) damit zu helfen.
Einmal bekamen wir als Hausaufgabe, eine Botschaft für jemand in der Gruppe zu empfangen und am nächsten Tag zu übermitteln. (Übung zur 'Precognition') So lange ich darüber nachdachte, wie ich diesen schwierigen Test wohl bravurös bestehen könnte, blieb mein innerer Bildschirm zappenduster. Irgendwann (es war schon spät …) fragte ich mich, für WEN in der Gruppe ich wohl eine heilende Botschaft empfangen dürfte und ‚hörte’ gleich: ‚Roberta’. Gut! Die saß in unserer Gruppe und ich mochte sie sogar besonders gerne und war ganz gespannt, was da wohl käme. Als erstes flatterte eine weiße Taube über meine ‚Leinwand’, die ich später im Kurs übersetzte in: „Ich habe eine Botschaft für Roberta, die Frieden bringen soll!“ Danach kam eine alte Dame und ich spürte in meinen eigenen Händen, dass diese von Rheuma verkrüppelt waren und spürte, wie sie mit diesen Händen eine Katze streichelte, die auf ihrem Schoß saß. Daran erkannte Roberta sofort ihre Schwiegermutter. Und dann versuchte diese - in mir -, Roberta anzulächeln und ich spürte in meinem eigenen Gesicht, WIE schwer das für sie war, gegen ihre tief eingegrabenen Falten einen freundlichen Gesichtsausdruck zu produzieren. Und als ich das sagte, traten die Tränen in Robertas Augen, sie seufzte tief, nickte, und sagte, dass sie dieses Friedensangebot wohl annehmen kann, weil sie weiß, wie schwer das der alten Dame fallen musste ….
Oft muss man übrigens auch Symbole ‚übersetzen’: Bei einer Übung ‚sah‘ ich die Unterseite eines Schädels und die obersten Halswirbel und wir ‚dokterten‘ lange an der Frage herum, ob die Betreffende Probleme im Nacken haben könnte, bis mir einfiel, dass der oberste Wirbel auch Atlas heißt und ich so auf ‚Atlantis‘ kam... Genau das war’s – und wie anders hätte ich draufkommen sollen? Es gehört also durchaus Übung dazu, diese Bildsprache richtig zu interpretieren. Meist 'bekommt' das Medium die Information, mit der er/sie das Richtige anfangen kann - ein anderes Medium würde möglicherweise ein anderes Symbol 'sehen', aber es in die gleiche Information übersetzen.
Manchmal ist es aber auch ganz einfach – die Kunst ist, das eigene ‚Mind‘, also das bewußte Denken zu nutzen, aber sich dennoch ganz herauszuhalten und keinerlei Erwartungen zu hegen (man muss sich nur dazu entschliessen):
Wir arbeiteten in Zweiergruppen. Nach der Arbeitsvorbereitung schloss ich die Augen und ‚sah‘ eine gebückte Gestalt mit langen schwarzen Haaren und schwarzer Kleidung – vor lauter Schwarz konnte ich kaum ein Gesicht sehen. Das sagte ich. Dann legte sich über dieses Bild doch groß das Gesicht eines jungen Mädchens im dauernden Wechsel mit dem Gemälde der Mona Lisa. Ich interpretierte, dass diese Frau in ihrer Jugend eine Ähnlichkeit mit Leonardos MONA LISA gehabt haben musste, und sagte auch das. Im Geiste fragte ich, woran der Empfänger sie erkennen würde und sie neigte ihren Kopf noch weiter. Mir ein Rätsel, aber ich beschrieb es. Dann fragte ich, warum sie gekommen sei und sie reichte mir sofort ein sehr feingliedriges Goldarmband. Sie deutete auf ihr rechtes Handgelenk und ich sagte, dass es da getragen werden solle und dass es darum geht, das Armband zu SPÜREN, diese ganz leise, sanfte Berührung. Als ich das ausgesprochen hatte, verneigte sich die Gestalt in Schwarz, drehte sich um und schlurfte langsam davon. Im Geiste bedankte ich mich bei ihr und sah meinen Übungspartner fragend an.
Er sagte, dass er genau wisse, wen ich meinte – es handle sich um eine alte Dame, kürzlich verstorben, die – solange er sie kannte - schwarz getragen habe, schwarze Hosen, schwarze T-Shirts, schwarze Armbanduhr, vermutlich auch einen schwarzen BH ... Sie habe sich auch die Haare schwarz gefärbt, weil sie nicht alt werden wollte und mit diesen langen schwarzen Haaren habe sie ihn (den Empfänger) immer an die Sängerin Cher erinnert, ob ich die kennen würde? Ja, sagte ich, das kommt hin! „In fact – her sons always said ‚you look like MONA LISA!‘“ – oh, das war natürlich ‚Evidence‘ vom Feinsten, dass ich sogar den Kosenamen richtig hatte! Und der geneigte Kopf? Nun, sie hatte in ihren letzten Lebensjahren erhebliche Atemprobleme, sodass er sie immer mit gebeugtem Kopf gesehen hatte. Er erkannte sie tatsächlich daran! Und das Armband? Nun, das hatte derjenige ihrer Söhne von ihr geerbt, der nicht auf ihre Beerdigung ging, weil er sich weigerte, ihren Weggang zu akzeptieren, weil er sie immer noch SPÜREN wollte. Dieser Sohn trug dieses Armband tatsächlich am rechten Handgelenk, obwohl das ‚schwul‘ wirken könnte, was er nicht war. Dieser Sohn würde nie in eine spiritistische Kirche gehen, hatte aber großes Vertrauen in meinen Übungspartner, der nun einen wahrhaft b e r ü h r e n d e n Gruß zu überbringen hatte.
| An meinem zweiten Abend im Arthur Findlay College wurden wir zu einem ‚Spiritualist Service‘, einem Gottesdient in der Kirche, gebeten, die Angehörigen JEDER RELIGION offen steht und auch Heilungen anbietet, und als zweites Medium trat – zu meiner größten Überraschung und Freude – Muriel Tennant, die Autorin genau des einzigen Buches, das ich je über diese Dinge gelesen hatte, auf. Und sie begann: „Ich wende mich an die Dame mit dem wunderschönen türkisfarbenen Schal ...“ | ![]() |
Nun, kein anderer der 120 Anwesenden trug einen großen strahlend türkisfarbenen Schal außer mir, aber dennoch drehte ich mich schnell um (ich saß in der letzten Reihe!), um zu sehen, ob nicht vielleicht doch irgendjemand hinter mir ebenfalls .... „Das ist doch türkis, oder?“ hörte ich Muriel fragen, drehte mich wieder nach vorne, lachte mit allen anderen mit und nickte. Da fuhr sie fort: „Es baut sich ein Mann auf, er ist sehr zielgerichtet und direkt. Dieser Mann hat Wissen weitergegeben, nicht unbedingt als Lehrer.“ Ich erkannte sofort meinen Großvater, der bei uns gewohnt hatte und mir schon vor der Schule Lesen und Schreiben und Rätsel-Lösen beigebracht hatte. „Dieser Mann würde Dich am liebsten an der Hand nehmen, mit Dir am Wasser entlang gehen und flache Steine werfen, so dass sie übers Wasser hüpfen.“ Das war tatsächlich eine ganz spezielle Kindheitserinnerung, denn er hatte mir genau gezeigt, welche Art Steine geeignet sind und er konnte einen Stein wohl an die 20 Mal hüpfen lassen, bevor er unterging. Also bestätigte ich das. „Er zeigt mir ein Buch, schlägt es auf und da ist etwas Handschriftliches von ihm. Kannst Du das bestätigen?“ Oh, ja, ich habe nur vier Gegenstände von ihm, darunter ein Büchlein mit seinen Kriegserinnerungen! Muriel hüpfte vor Freude, als ich sagte, dass er das ganze Buch geschrieben hat. Nun folgten mehrere persönliche Botschaften, unter anderem bekam ich einen ganzen spirituellen Regenbogen, der sich auf mein Wissen bezog und ich wurde bezüglich zweier Themen ermutigt, wo ich seit langer Zeit Zweifel gehegt hatte. Der Regenbogen half mir übrigens später, eine neue Heimat zu finden. Nun wusste ich: ‚Die Götter‘ (The Great Spirit, Gott, das Universum, wie auch immer man es nennt) müssen mich sehr lieben, dass mir so schnell meine spontanen ‚Bitten‘ erfüllt wurden, Muriel kennen zu lernen und Kontakt zu diesem heiß geliebten Opa zu bekommen.
Die Stimmung in der Kirche kann von ganz andächtig und berührend bis heiter sein und als die Energie im Publikum zu Beginn einmal so richtig 'mies' war, sagte das Medium ganz treffend: "Wenn Ihr Eure lieben Freunde zum Kaffeetrinken einladet, dann deckt ihr doch auch schön den Tisch, stellt Blumen hin, zündet eine Kerze an und FREUT Euch auf den Besuch! Glaubt Ihr, Eure Freunde aus dem Jenseits kommen gerne, wenn ihr hier grantig auf Euren Stühlen rumhängt und denkt, dass heute eh keiner zu Euch kommt?"
Das ist tatsächlich ein weit verbreiteter Irrtum, dass man immer ganz ernst sein muss, wenn es um die geistigen Dinge (ums Beten, ums Heilen, um den Kontakt mit dem Grossen Geist) geht! Die guten GEISTER kommen am liebsten zu fröhlichen Menschen und manchmal meine ich sogar, dass ich sie kichern hören kann, wenn es ihnen gelungen ist, einen GEISTes-Blitz zu 'zünden' oder jemanden eine GEIST-reiche Bemerkung machen zu lassen oder GEISTesgegenwart eine Situation (oder gar ein Leben) rettet. Andacht und das SPÜREN der 'Heiligkeit' einer Gegenwart gehören natürlich auch dazu, aber auch das sind eher festliche Gefühle, die die Energie heben.
Einer der lebhaftesten und erstaunlichsten Kurse, die ich bisher im AFC erleben durfte, war angekündigt mit: „Warum ständig im Kreis gehen - Komm und sitz darin!“
‚Sitting in Circle‘ – also das Sitzen in einem Kreis dient dazu, eine liebevolle Energie zu schaffen, in die die GUTEN Geister der Verstorbenen eingeladen werden. Sollte sich jemand vor Geistern ‚gruseln‘, dann ist einer der sichersten Orte das Arthur Findlay College, denn die Profis dort wissen genau, wie man mit Geistern aller Art umgeht. Die Atmosphäre, die dort herrscht und immer wieder neu geschaffen wird, ist so voller Liebe und Frieden, daß wirklich nur die guten Geister Zugang haben.
Es gibt übrigens auch Medien, die ‚verirrten Seelen‘ den Weg ins Licht weisen – solche Verirrungen geschehen oft nach einem sehr unerwarteten und plötzlichen Tod und das sind dann die ‚Gespenster‘, die manche Menschen ‚gruselig‘ wahrnehmen. Unter diese Kategorie fällt auch der Begriff 'Exorzismus' - die 'Austreibung' von 'bösen Geistern'. Nachdem ich diesbezüglich einen guten Schutz (u.a. durch gute Definitionen) habe, habe ich mich damit nie näher befasst. Hier gibt es kirchliche und nicht-kirchliche SpezialistInnen, u.a.ein Institut in Freiburg, das sich mit parapsychologischen Phänomenen beschäftigt. Ich persönlich würde mich an das AFC wenden. Sollte ich jemals so einer 'Spukgestalt' begegnen, würde ich ihr ‚im Geiste’ sagen, dass sie sich an ihren geistigen Führer wenden möge - das kann ein Engel sein oder ein früher verstorbener Verwandter oder Freund, der sie ins Licht begleitet. Manchmal wollen 'Gespenster' allerdings auch noch etwas erledigt wissen, was man ja an diejenigen weitergeben kann, die in der Lage sind, das auszuführen.
Früher kanalisierten Medien in tiefer Trance sogar ‚Manifestationen’ - sichtbare weiße ‚Nebel’ aus sogenanntem ‚Ektoplasma’, das aus Körperflüssigkeiten des Mediums bestand. Diese Praxis wurde mittlerweile ziemlich aufgegeben, da es für das Medium extrem erschöpfend war und ein Medium sogar daran starb, dass Störenfriede Teile des Ektoplasmas an sich rissen. Über Tischchenrücken und das Quija-Bord rümpft ein heutiger Spiritualist die Nase, denn gute Medien bringen die Botschaften aus der anderen Welt viel schöner und müheloser ‚rüber’.
Roy Keeghan, der eine umfassende Broschüre zu all diesen Fähigkeiten und deren Übung geschrieben hat, die im Buchladen des AFC erhältlich ist, filmte sogar mit Infrarotkamera die energetischen Vorgänge bei so einer ‚Sitzung im Kreis’ mit mehreren erfahrenen Medien zeigte: Da sah man dann auf der Leinwand, wie winzige Lichterfünkchen durch den Raum über den Medien schwirrten bis eins zielgerichtet im Hinterkopf eines Mediums zu verschwinden schien. Und immer dann begann das betreffende Medium eine Botschaft zu übermitteln.
Es ist doch schön, dass wir in einer Zeit leben, wo die ‚rechts-hirnigen’ übersinnlichen Fähigkeiten von medial arbeitenden Menschen für die ‚links-hirnig’ funktionierenden ‚wissenschaftlich denkenden’ Menschen bewiesen werden können, damit auch diese sich leichter auf die un-endliche Liebe des ‚Großen Geistes’ einlassen und sie selbst bewusst WAHRnehmen können! Die perfekte Integration von Kopf, Bauch und Herz ist so für jedeN möglich!
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